Ein Pilotprojekt des GRG 23 mit space and place gefördert vom OeAD – culture connected


Am 3. Freitag im September ist der Tag der Wohnstraßen.

Dieses Jahr ist das der 18. September 2026.

Schon im Juni diesen Jahres hat das GRG 23 mit 2 Klassen (3A und 3D) und Mag. Heidelinde Gratzl ein Straßenfest im 23. Bezirk organisiert, unterstützt von den Lehrerinnen Mag. Melissa Kerschenbauer, Mag. Kerstin Brinnich und Mag. Sarah-Sophie Gruber.


„Gemma Wohnstraße!“ Wohnstraßenfest am 17. Juni 2026 in der Rösslergasse


Hmmmm….Was ist eigentlich eine Wohnstraße….?
Das Konzept der „Wohnstraße“ entstand in den 1970er- Jahren in den Niederlanden und hat sich schnell auch in anderen Ländern verbreitet. Die erste Wohnstraße in Wien wurde 1994 realisiert.

Wohnstraßen sind verkehrsberuhigte Zonen in Städten, in denen Fußgänger:innen Vorrang haben. Dieser öffentliche Raum kann von Bürger:innen und Bürgern für verschiedene Aktivitäten genutzt werden. Fußgänger:innen dürfen die gesamte Fahrbahn betreten und Kinder – wie Erwachsene – können dort spielen. Motorisierte Verkehrsteilnehmer:innen sind auf Wohnstraßen nur „zu Gast“. Sie dürfen in Schrittgeschwindigkeit (5 km/h) zu- und abfahren – nicht aber durchfahren. Autofahrer:innen dürfen Fußgänger:innen weder gefährden noch behindern – und umgekehrt. Generell gilt unter Nutzer:innen gegenseitige Rücksichtnahme. Wohnstraßen sind üblicherweise durch Schilder bzw. Straßenbeschriftungen gekennzeichnet und dadurch für alle Verkehrsteilnehmer:innen eindeutig erkennbar.


Projektverlauf

Im Herbst 2025 entstand die Idee einer Zusammenarbeit zwischen der Stadtinitiative „space and place“ mit Mag.a Dr.in Brigitte Vettori und dem GRG 23 mit Mag. art. Heidelinde Gratzl. Die Einreichung eines Förderantrags für das Projekt „Gemma Wohnstraße!“ inklusive einem sogenannten #wohnstrassenleben, wurde dafür bereits Anfang Dezember getätigt.

Nach der Genehmigung haben Schüler:innen der 3A und 3D eine erste Phase durchlaufen, in der sie frei phantasieren konnten, was sie gerne auf der Wohnstraße selbst realisieren würden.

Die zweite Phase begann Ende April mit einem Workshop / „Walkshop“ mit 3 Mitarbeiter:innen von space and place. Wir haben dabei zwei verschiedene Wohnstraßen im 23. Bezirk (Kirchenplatz in Atzgersdorf und Rösslergasse) besichtigt und spontan verschiedene Aktivitäten vor Ort ausprobiert – etwa einen Hindernis-Lauf oder eine temporäre Straßenbemalung mit Kreiden. Frau Professor Mag. Melissa Kerschenbauer war an diesem Tag auch mit von der Partie. Mitte Mai gab es dann ein Online-Coaching, wo die Ideen und die mögliche Umsetzung für ein selbstständig von den Schüler:innen organisiertes #wohnstrassenleben besprochen wurden.

Die konkrete Realisierung einer Auswahl der vielfältigen Ideen erfolgte in Kleingruppen mit den beiden Klassen 3A und 3D – insgesamt 52 Schülerinnen und Schüler.

Es gab dann an diesem wunderschönen Junitag ein sehr breit gefächertes Angebot, welches von den Schüler:innen umgesetzt wurde. Die einzelnen Stationen luden Teilnehmende zu den unterschiedlichsten Aktivitäten ein.

Anrainer:innen, Schüler:innen, Lehrer:innen und Interessierte waren herzlich eingeladen sich selbst ein Bild vom neuen Format „Gemma Wohnstraße!“ zu machen.

Das gab es am 17. Juni alles zu erleben…..

Kreatives: Zeichenwettbewerb, Bastelstation, Straßenbemalung zum Thema „Sommer“, Armbänder-Knüpfen, Frisierstation
Bewegung: Hindernisparcours, Sackhüpfen, Federball, Springschnur-Springen, Kinderdisko
Entspannung: Bücherecke, Kartenspielen, Flohmarkt, Chillen, Getränke, Limonaden, Selbstgebackenes

Bei „Gemma Wohnstraße!“ lernten die Schüler:innen nicht nur den öffentlichen Raum der Wohnstraße als Ort künstlerisch-kreativen Ausdrucks besser kennen, sie bekamen auch Einblicke in das Miteinbeziehen von unterschiedlichen Interessen und Ideen als Basis eines co-kreativen demokratischen Miteinanders.

Das Projektergebnis war ein offener, partizipativer und selbstbestimmter Prozess, der in der informierten Nutzung der Wohnstraße durch Schüler:innen gipfelte.

Nach der Umsetzung von „Gemma Wohnstraße!“ wurde in Feebackrunden noch an der Nachhaltigkeit des Projektes gefeilt.

Mehr zum Thema und zu space and place-Projekten auf Wohnstraßen unter: https://www.spaceandplace.at/kompetenzzentrum-wohnstrassenkultur

Übrigens: Der „Tag der Wohnstraßen“ findet jedes Jahr am dritten Freitag im September statt. Alle sind eingeladen sowohl am 9. Tag der Wohnstraße – 18. September 2026 als auch beim 10. Jubiläum am 17. September 2027 die Wohnstraßenkultur hoch leben zu lassen und ein #wohnstrassenleben zu realisieren.

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