Der Herbst ist eine besondere Jahreszeit. Bunte Blätter, Kastanien, Kürbisse und kühlere Tage laden dazu ein, Zeit in der Natur zu verbringen und es sich zu Hause gemütlich zu machen. Auch Halloween ist ein beliebtes Fest. Doch sowohl bei herbstlichen Aktivitäten als auch beim Feiern von Halloween entstehen häufig Abfälle, werden Ressourcen verbraucht und Lebensmittel weggeworfen.
Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Herbstzeit umweltfreundlicher gestalten. Nachhaltigkeit bedeutet dabei nicht, auf Traditionen oder schöne Erlebnisse zu verzichten. Vielmehr geht es darum, vorhandene Materialien sinnvoll zu nutzen, Abfälle zu vermeiden und bewusste Entscheidungen im Alltag zu treffen.

Kürbisse vollständig verwerten
Kürbisse gehören zu den bekanntesten Symbolen des Herbstes. Beim Schnitzen entsteht jedoch häufig Lebensmittelabfall, obwohl viele Teile des Kürbisses noch verwendet werden können. Das Fruchtfleisch lässt sich beispielsweise zu Suppen, Pürees, Aufläufen oder Kuchen verarbeiten. Auch die Kürbiskerne können nach dem Reinigen und Trocknen geröstet und als süßer oder salziger Snack verwendet werden.

Kostüme wiederverwenden und selbst gestalten
Viele Halloweenkostüme werden nur einmal getragen und anschließend aussortiert. Das verbraucht Rohstoffe, Energie und Wasser, die für die Herstellung und den Transport neuer Kleidung benötigt werden. Eine nachhaltigere Alternative ist es, vorhandene Kleidungsstücke zu verwenden, alte Kostüme umzugestalten oder Kleidung mit Freunden und Freundinnen zu tauschen. Auch Secondhandläden und Kostümverleih bieten Möglichkeiten, neue Kostüme zu nutzen, ohne ständig neue Produkte kaufen zu müssen.
Dekoration aus wiederverwendbaren und natürlichen Materialien
Halloween-Dekoration muss nicht aus Einwegplastik bestehen. Aus Karton, Papier, Stoffresten, alten Gläsern und wiederverwendbaren Materialien lassen sich beispielsweise Fledermäuse, Gespenster oder Laternen gestalten. Naturmaterialien wie Zweige, Kastanien und Blätter eignen sich ebenfalls für herbstliche Dekorationen. Besonders nachhaltig ist es, Dekorationen sorgfältig aufzubewahren und in den folgenden Jahren erneut zu verwenden.
Kastanien, Eicheln, Zapfen und bunte Blätter eignen sich für zahlreiche kreative Herbstprojekte. Daraus können beispielsweise Figuren, Kränze, Tischdekorationen oder kleine Naturbilder entstehen. Das Basteln mit vorhandenen Materialien fördert die Kreativität und kann helfen, den Kauf neuer Bastelprodukte zu reduzieren.
Dabei ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur wichtig. Es sollte nur so viel gesammelt werden, wie tatsächlich benötigt wird. Pflanzen, Pilze und Früchte sollten nicht beschädigt oder wahllos aus ihrem natürlichen Lebensraum entfernt werden. In Naturschutzgebieten können besondere Sammelregeln gelten. Bereits heruntergefallene Materialien sind häufig eine gute Wahl.
Bei elektrischer Dekoration empfiehlt es sich, energiesparende LED-Lichter zu nutzen und Beleuchtungen nur dann einzuschalten, wenn sie tatsächlich benötigt werden.

Regional und saisonal einkaufen
Im Herbst haben in Österreich unter anderem Kürbisse, Äpfel, Birnen, Kartoffeln und verschiedene Kohlsorten Saison. Wer regionale und saisonale Lebensmittel bevorzugt, kann lange Transportwege reduzieren und heimische landwirtschaftliche Betriebe unterstützen.
Ein nachhaltiger Herbst erfordert weder große Investitionen noch einen vollständigen Verzicht auf lieb gewonnene Traditionen. Oft sind es die kleinen Entscheidungen, die im Alltag einen Unterschied machen: ein selbst gestaltetes Kostüm, eine wiederverwendbare Dekoration, ein Gericht aus saisonalen Zutaten oder ein bewusst stehen gelassener Laubhaufen im Garten.
Wenn viele Menschen solche Maßnahmen regelmäßig umsetzen, können gemeinsam Ressourcen geschont, Abfälle vermieden und natürliche Lebensräume unterstützt werden.
Fazit: Nachhaltigkeit beginnt im Alltag. Wer bewusster einkauft, Dinge wiederverwendet, Lebensmittel vollständig verwertet und Rücksicht auf die Natur nimmt, kann den Herbst und Halloween kreativ, genussvoll und umweltfreundlicher gestalten. Entscheidend ist nicht, alles perfekt zu machen, sondern Schritt für Schritt verantwortungsbewusst zu handeln.





